Herbstwaldbutter
Freitag, November 6th, 2009
Das überraschende an diesem Aufstrich ist das feine Aroma nach Steinpilzen – obwohl überhaupt keine Pilze drin sind! Für den Geschmack sorgt der Waldziest – eine Pflanze, deren Blätter im ersten Moment nicht unbedingt “nach Rosen” riechen, dann aber nach intensivem Zerreiben oder Zerkleinern einen herrlichen Pilzduft verströmen. (weiterlesen…)
Ein paar gibt es noch: Stockrosenblüten. Besonders schön sind die der Sorte `Nigra´, die sind dunkel-dunkelrot, fast schon schwarz. Und die lassen sich für die Küche wunderbar nutzen.
Mal ganz schnell was Nettes zur Brotzeit! Alles ist gerade noch frisch verfügbar: Tomaten sowieso, und Berufkraut (Erigeron annuus). Dieses Wildkraut wächst an Wegrändern, auf Ödland, oft sieht man es jetzt in Neubaugebieten. Die Blüten erinnern an Gänseblümchen, sind allerdings viel zarter, die äußeren Zungenblüten nur feine Strahlen – deshalb nennt man es auch Feinstrahl. Früher hat man diese Pflanze gerne mal im Garten gezogen oder die Floristen sie als Ersatz für Schleierkraut in Rosensträuße gebunden. Heute fristet sie ein dasein eher als “Mauerblümchen”. Berufkraut heißt sie übrigens, weil man sie einst als Abwehrmittel gegen den bösen Blick und gegen schwarze Mächte verwendet hat, in Form von Amuletten oder als Badekraut. Man berief sich auf die gute Ausstrahlung der Pflanze. Doch jetzt zum Kulinarischen:
Zart und doch sehr würzig! Schweinefilets umhüllt mit Salbei und Speck, dazu ein goldgelbes Kürbispüree und Salbeichips. Wetten, dass davon nichts übrig bleibt?
Springkraut – das ist jedem schon mal entgegen gesprungen. Aber als Popcorn gegessen?
Am 3. September macht Karin wieder eine Wildkräuterführung – in der Nähe von Fürstenfeldbruck.
Für die echt sommerlichen Momente in diesem Jahr – ein Rezept für 2 Personen von der Kräuterpädagogin Kathrin Huber aus Geiselhöring (die übrigens einen netten Hofladen betreibt, wo man Eier von wahhaft glücklichen Hühnern, selbst gemachte Nudeln, leckere Liköre und noch viel mehr bekommen kann, direkt oder auch per Versand – beim
Eigentlich muss man Beinwell-Cordon bleu sagen, weil die grünen Schnitzel mit Schinken und Käse gefüllt werden. Aber egal, es schmeckt so oder so…