Renate Blaes

Renate Blaes

Kochen war eines meiner Schulfächer – lang ist’s her. Einmal im Monat ging die gesamte (Mädchen)klasse in den Keller der Schule, wo die Küche war. Gelernt habe ich dabei allerdings nichts, denn es wurde streng nach Rezeptvorgaben gekocht – aber warum wir dieses so und jenes so gemacht haben, wurde uns nicht erklärt. Am Schluss war halt die Linsensuppe fertig, oder die Windbeutel, oder der Krautwickel.

Zuhause habe ich meiner Mutter zwar beim Kochen geholfen, Kartoffeln geschält zum Beispiel, oder Gemüse geschnippelt. Gelernt habe ich dabei aber ebenso wenig wie in der Schule. Grund: Es hat mich nicht interessiert. Ich wollte lediglich essen, denn meine Mutter kochte ganz hervorragend!

Kochen gelernt habe ich erst, als ich mit 19 Jahren mein Elternhaus verlassen und ein kleines Appartement in der Stadt bezogen habe. Jedes Mal, wenn ich etwas kochen wollte, habe ich meine Mama angerufen und mir von ihr das Rezept erklären lassen.

Mein allererstes selbst und allein gekochtes Essen waren Spaghetti mit Tomatensoße – ein Gericht, das ich auch heute noch sehr gern esse und demzufolge oft koche. In allen Variationen. Mit Fleisch, ohne Fleisch. Mit Gemüsezutaten, wie Fenchel beispielsweise, oder mit Garnelen, oder mit Thunfisch, oder mit Kapern, oder mit Oliven … oder … oder … der Phantasie sind bei Nudeln ohnehin keine Grenzen gesetzt.

Offensichtlich war ich begabt fürs Kochen, denn meine Gäste, die oft meinen Esstisch bevölkerten, waren absolut begeistert von meinen Kochkünsten und meinten, ich solle unbedingt ein Restaurant aufmachen. Das habe ich nicht gemacht – ich hatte andere Pläne.

Trotzdem habe ich schon sehr viele Gerichte gekocht in meinem Leben, und die wenigsten davon habe ich streng nach Rezept zubereitet, sondern meine eigenen Varianten entwickelt. Die schmeckten meinen Gästen wiederum so gut, dass sie meinten, ich solle meine Kreationen doch im Internet veröffentlichen. Na ja, dachte ich, das kann ich ja machen. Gedacht, getan … seit einigen Jahren veröffentliche immer wieder mal ein Rezept auf meinem Renate-Blaes-Blog und seit neuestem hier, auf dem Kochlustblog. Und das wird nun auch regelmäßig geschehen.

brot-selbst-gebackenUnd dann begegnete ich Karin Greiner. Das war im Jahr 2008 – am 11. August. Durch die Begegnung mit Karin hat mein Leben eine enorme Bereicherung erfahren: Denn seit ich mit Karin etliche Wildkräuter-Broschüren und zwei Wildkräuterbücher veröffentlicht habe, lerne ich viel über den Umgang mit Wildkräutern, und koche und backe oft mit “Unkraut”. Und ständig lerne ich dazu und kreiere längst eigene Rezepte. So vor einigen Tagen das köstliche Kohlrabischnitzel mit einer Panade aus Breitwegerichsamen.

Vielleicht können Karin und ich Sie inspirieren und die Kochlust auf Wildkräuter bei Ihnen wecken. Das würde uns sehr freuen!