Nicht nur für Schweinchen

Nicht nur für Schweinchen

Die Eiche zählt zu den wichtigsten Bäumen auf unserer Nordhalbkugel, und Wildschweine lieben ihre Früchte: die Eicheln. Aber die schmecken nicht nur den Schweinchen. Bevor man Eicheln genießen bzw. verarbeiten kann, muss man ihnen die bitteren Gerbstoffe entziehen, indem man sie fleißig wässert. Das ist eine zeitaufwändige Angelegenheit, aber für alle, die wie ich, gern mal etwas Ungewöhnliches auf dem Teller haben, lohnt sich der Aufwand.

Also, machen wir uns auf den Weg und suchen Eichen – im Wald, am Waldrand oder auf der Wiese.

Erfreulicherweise ist 2020 ein Eicheljahr, das heißt, dass die Eichen reichlich Früchte tragen.

 

 

Netterweise fallen reife Früchte von den Ästen, und so kann man sie bequem auf Waldboden und Wiese einsammeln.

 

Zuhause entfernt man erst die Hütchen von den Eicheln und köchelt sie dann in reichlich Wasser, dem Natron (pro Liter 1 TL) zugefügt wurde. Nach einer Viertelstunde gießt man das (braun gewordene) Wasser ab und wiederholt diesen Vorgang zwei mal.

 

 

Dann halbiert und schält man die gekochten Eicheln und entfernt – wenn möglich – die Haut von den Eichelhälften.

 

Nun schüttet man die Eichelhälften in ein Glas, füllt es mit Wasser auf und lässt es einige Stunden stehen. Dann gießt man das Wasser ab und füllt neues hinzu.

 

 

Das macht man solange, bis das Wasser einigermaßen klar ist und die Eicheln ihre Gerbstoffe an das Wasser abgegeben haben. Im Zweifelsfall einfach ein Stückchen abbeißen und kosten …

Dann gießt man das Wasser ab und trocknet die Eicheln – am besten in der Sonne. Aber nicht lange, denn sie sollen nur außen trocken sein und innen noch Feuchtigkeit behalten.

 

 

Nun ist es soweit, und wir können die Eicheln verarbeiten. Dazu hacken wir sie in sehr kleine Stücke. Das kann man mit einem großen Messer machen, mit der Moulinette geht es aber deutlich schneller.

 

Rezepte mit Eicheln folgen in den nächsten Tagen. Eines kann ich aber schon sagen: Ich mache weder Mehl daraus noch Kaffee. Also lassen Sie sich überraschen.

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Interessante Informationen zur Eiche gibt Eva Monning in diesem Artikel bei “Schöner Garten”.



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