Ackermelde oder Weißer Gänsefuß

An folgenden Merkmalen erkennst du den Weißen Gänsefuß:

Wuchs: Der Weiße Gänsefuß kann zehn bis 150 Zentimeter hoch werden. Er wächst in der Regel aufrecht nach oben und bildet viele Seitenzweige aus.
Stängel: Die Stängel des Gänsefußes sind grün gestreift oder rotfleckig. Bei jungen Pflanzen lassen sie sich noch leicht biegen, später verholzen die Stängel.
Blätter: Die wechselständig am Stängel wachsenden Laubblätter haben einen ein bis zwei Zentimeter langen Stiel und sind mit einem mehligen Belag bedeckt. Diesen verursachen die Blasenhaare, die auf der Blattoberseite wachsen und leicht abbrechen. Ältere Pflanzen haben meistens kahle, grau- bis dunkelgrüne Blätter.
Blütenstand: Von Sommer bis Herbst blühen die weißlich grünen Blüten in dichten Knäueln in den Blattachsen. In den Blüten befinden sich die schwarz glänzenden, runden Samen.

Die Ackermelde ist eine einjährige Pflanze und zählt zu den verbreitetsten Beikräutern und kommt überwiegend im Sommergetreide sowie im Zuckerrüben-, Mais- und Kartoffelanbau vor.
Merkmale: Die Blattoberseite wirkt durch den Besatz mit Blasenhaaren mehlig bestäubt.

Der Weiße Gänsefuß ist eine einjährige Pflanze. Die kahlen Stängel sind stumpfkantig, aufrecht, stark verzweigt und werden bis zu 150 Zentimeter hoch. Sie können grün gestreift oder rotfleckig sein. Die Laubblätter können länglich bis eiförmig und gelappt bis ganzrandig sein. Sie sind ungleich gezähnt, länger als breit, und verschmälern sich zum langen Stiel hin. Blasenhaare verleihen jungen Blättern ein mehlig bestäubtes Aussehen. Später sind die Blätter überwiegend kahl und von grau- bis dunkelgrüner Farbe.

Vom Hochsommer bis Herbst erscheinen die unscheinbaren weißlich grünen Blüten in dichten, blattachselständigen Knäueln. Es gibt eine Reihe verschiedener Blütenstandstypen innerhalb der Beikrautart, zum Beispiel Scheinähren oder Trugdolden, da die Art sehr formenreich ist.
Vermehrung und Verbreitung

Samen überleben in regelmäßig bearbeitetem Boden ca. 6 Jahre lang. Sie werden durch Dung, Vögel und Bewässerungswasser verbreitet, die meisten Samen fallen aber direkt am Standort der Mutterpflanze zu Boden. Sie überleben Verdauung durch verschiedene Tierarten, Überschwemmung, und Silierung. Silierung und nachfolgende Verdauung durch Wiederkäuer tötet sie allerdings ab.

Die gestielten Keimblätter sind circa 15 Millimeter lang, schmal und an der Spitze abgerundet. Auf der Unterseite sind sie rötlich. Die Keimung erfolgt vom späten Frühjahr bis in den Herbst bei 2 bis 40 Grad aus 0,5 bis 4 Zentimeter Tiefe. Ein gelegentlich zu beobachtendes Auftreten in ökologisch bewirtschaftetem Wintergetreide ist oft auf indirekte Anregung zur Keimung durch Striegelmaßnahmen im Frühjahr zurückzuführen.

Standort: Die Ackermelde kommt auf allen Bodenarten vor und gilt als Zeigerpflanze für eine gute Stickstoffversorgung.
Erscheinungsbild: Der Weiße Gänsefuß ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 10 und 150 (selten bis 300) cm erreicht und bis zu 1 Meter tief wurzelt. Der meist aufrechte Stängel ist gelblich grün, grün gestreift, vor allem im Herbst auch rötlich überlaufen oder mit roten Flecken in den Blattachseln und ist besonders im Blütenstand stark durch Blasenhaare mehlig bestäubt. Er ist oft stark verzweigt, im unteren Teil mit bogig aufsteigenden, im oberen Teil mit aufrechten Seitenzweigen.

Blätter: Die wechselständigen Laubblätter sind 1 bis 2,5 cm lang gestielt. Die unterseits bemehlte, oberseits meist kahle Blattspreite mit einer Länge von 2 bis 6 (bis 10) cm und einer Breite bis 5 cm ist sehr vielgestaltig: meist rhombisch-eiförmig bis breit lanzettlich, manchmal schwach dreilappig, länger als breit, mit keilförmiger Basis. Der Blattrand ist meist unregelmäßig bogig gezähnt, schwach gesägt oder auch ganzrandig. Die oberen Blätter sind lanzettlich und meist ganzrandig.

Blütenstand und Blüte: Die Blütenstände sind endständige oder in den oberen Blattachseln entspringende, verzweigte ährenartige Rispen. Die zwittrigen Blüten sitzen in Knäueln von 3 bis 4 mm Durchmesser zusammen, Vorblätter fehlen. Die Blütenhülle besteht aus fünf bis fast zur Basis getrennten Tepalen von 1 mm Länge und Breite, die stumpf eiförmig, bemehlt, hautrandig und auf dem Rücken gekielt sind. Die Blüten enthalten fünf Staubblätter mit herausragenden Staubbeuteln und einen Fruchtknoten mit zwei Narben. Die Blütezeit reicht in Mitteleuropa von Juli bis Oktober, die Bestäubung der weiblichen Blüten erfolgt in der Regel durch den Wind.

Frucht und Samen: Zur Reifezeit wird die flach-eiförmige Frucht größtenteils von der Blütenhülle bedeckt und fällt zusammen mit dieser ab. Die dünne Fruchtwand liegt dem Samen mehr oder weniger an. Der horizontale Same mit einem Durchmesser von 1 bis 1,5 mm ist linsenförmig-eiförmig mit abgerundetem Rand. Die schwarze Samenschale ist glatt und glänzend oder weist schwache radiale Streifen auf. Es wurde berechnet, dass eine große Pflanze bis zu 1,5 Millionen Samen produziert. Vielfach finden sich deshalb im Boden reichlich Samen dieser Art, die dazu noch sehr langlebig sind und bis zu 1700 Jahre erhalten bleiben.

Text: Karin Greiner