Hopfen

Hopfen

Hopfen (Humulus lupulus), der wilde Verwandte des Bierhopfens, ist in Gebüschen und Wäldern entlang von Gewässern sehr häufig zu finden. Die jungen Frühlingstriebe schmecken so fein, dass manch einer ihnen eine Karriere wie einst dem Rucola vorhersagt.

Er wächst rasant, also sollte man sich mit der Ernte beeilen. Die Ranken verlängern sich pro Tag um mehr als zwei Handspannen und erreichen bald schwindelnde Höhen. Weil sich aber nur die zarten Spitzen als Delikatesse eignen, sind sie in Windeseile aus der Pflückhöhe ins Gesträuch oder in Baumkronen emporgeklettert. Nur gut, dass aus der Erde immer neue Hopfensprossen treiben, so dass sich die Ernte über einen längeren Zeitraum erstrecken kann.

Gepflückt werden nur die ganz jungen, vorderen Triebspitzen, an denen sich noch keine Blätter entfaltet haben, etwa handlang. Sie sind anfangs oft violett oder rötlich überlaufen, bald aber sattgrün gefärbt. Wer sanft mit den Fingern von unten nach oben darüber streicht, bemerkt die feinen Klimmhaare, mit denen sich die Triebe an Stützen verhaken. Sobald die ausgeprägt fühlbar werden, sind auch die Stängel ziemlich zäh – lange darf man also nicht warten.


Nicht verwechseln darf man Hopfen mit der wilden Waldrebe, bei der jedoch sind die Blätter stets paarweise gegenüber am runden Stängel angeordnet, der sich auch nicht rau anfühlt.

Tipp zur Ernte: Solange sich die Spitzen leicht abbrechen beziehungsweise zwischen den Fingerspitzen abknipsen lassen, sind sie zart und knackig, also genau richtig. Dann kommt Hopfen mal gedünstet auf den Teller statt gebraut ins Glas. Köstlich!

So sieht der Hopfen übrigens aus, wenn er sich gerade sich aus der Erde geschoben hat. Das grüne Pflänzchen links unten ist übrigens eine ebenfalls noch ganz junge Vogelmiere.