Natur zum Essen

Natur zum Essen

Vor einigen Jahren hatte ich eine fast schon schicksalhafte Begegnung, denn sie hatte nachhaltige Folgen.

Besagte Begegnung war geschäftlich bedingt, denn ein Internetspezialist brachte mich mit Karin Greiner zusammen. Er wusste, dass ich Bloggerin bin und meinte, Karin solle ebenfalls ein Blog führen. Und der Mann hatte recht. Schließlich verfügt Karin als Biologin und Kräuterexpertin nicht nur über ein enormes und vielfältiges Wissen – sie schreibt auch (viele) Bücher und Kolumnen, hat eine Sendung beim Bayerischen Rundfunk und bildet Menschen zu Kräuterpädagogen aus. Sie ist also geradezu prädestiniert dafür, auch im Internet aktiv zu werden und nicht nur mit einer statischen Website präsent zu sein – auf der naturgemäß so gut wie nichts los ist. Ist eine herkömmliche Homepage einmal eingerichtet, gibt es dort nichts Neues mehr zu sehen, der Besucher hat also keinen Grund sie erneut zu besuchen.

Ganz anders bei einem Blog, in dem ständig neue Beiträge veröffentlicht werden.

So richtete ich für Karin also ein Blog ein. (Der heutige Stand des Blogs ist nicht von mir, denn um so etwas zu machen, braucht man deutlich mehr Programmierkenntnisse als die, die ich habe: keine)

Das war der Beginn einer ganz speziellen Freundschaft und gleichzeitig der Beginn einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit, denn vor ein paar Jahren haben Karin und ich gemeinsam ein Buch herausgebracht: Das wilde Kräuterbuch. Von Karin stammen die Fabeln, die Kräuterbeschreibungen und die Rezepte, von mir stammen etliche Fotos und das Buchdesign.

Durch die Arbeit mit besagtem Buch bekam ich allmählich einen ganz anderen Blick für das, was da so wächst auf den Wiesen, am Weges- und Waldrand – aber auch direkt vor der Haustür und im Garten: Wildkräuter.

Durch Karin lernte ich all die Pflanzen kennen, die ich bislang nur als Unkraut bezeichnet und ihnen nicht die geringste Beachtung geschenkt hatte. Doch durch die Begegnung mit Karin änderte sich das, denn allmählich betrachtete ich dieses Unkraut mit völlig anderen Augen.

Damit fing ich an, denn alle drei wachsen in unmittelbarer Nähe: der Bärlauch in unserem Garten, die Vogelmiere und der Gundermann sogar auf meinem Balkon. Wie sie dort hingekommen sind, weiß ich nicht, aber sie sind da und vermehren sich von Jahr zu Jahr mehr.

Dann begann ich, mit Wildkräutern auch zu kochen – stets inspiriert von Karins Rezepten.

Durch Karin hat sich mein Leben verändert. Durch ihr Wissen hat sie mich bereichert, und nun führen wir gemeinsam dieses Kochblog.

Kochblogs gibt es wie Sand am Meer, aber es gibt wenige, die sich mit Wildkräutern beschäftigen. Deshalb gibt es nun “Kochlust”. Mit vielen Rezepten, die es sonst nirgendwo gibt. Nicht jedes Rezept ist mit Wildkräutern, aber viele …



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