Spargelpfanne mit Labkrautspitzen

Spargelpfanne mit Labkrautspitzen

Dieses Rezept kombiniert die milden, nach jungen Erbsen oder zartem Mais schmeckenden Labkrautspitzen mit dem König der Gemüse, dem Spargel.

Spargelpfanne mit Labkrautspitzen

22. April 2020
: 2 Personen

von:

Zutaten
  • 400 g Spargel, weiß und/oder grün
  • 2-3 Lauchzwiebeln
  • 100 g Champignons oder Egerlinge
  • 1 EL Butter oder Pflanzenöl
  • 2 cl Pernod (Pastis, Ouzo, Raki, Sambuca o.a.)
  • 150-200 ml Gemüsebrühe
  • 2-3 EL Schmand oder Sauerrahm
  • Salz, Zucker, Pfeffer, Piment d'Espelette (oder Chilipulver)
  • 1 kleine Handvoll Labkrautspitzen
  • Löwenzahnblüten zur Garnitur
Zubereitung
  • 1 Spargel schälen und schräg in Stücke schneiden. Lauchzwiebeln putzen und ebenfalls in Röllchen schneiden. Pilze putzen und vierteln oder in Scheiben schneiden.
  • 2 Butter in einer Pfanne zerlassen, Spargelstücke und das Weiße der Lauchzwiebeln darin anbraten. Mit ½ TL Salz und ½ TL Zucker würzen, Pilze zugeben und bei reduzierter Hitze kurz weiter braten, bis das Gemüse anfängt Saft zu ziehen und eine leichte Bräunung zeigt. Mit Pernod und Gemüsebrühe ablöschen, bei milder Hitze 10-15 Minuten garen. Der Spargel soll noch bissfest bleiben.
  • 3 Labkrautspitzen verlesen, waschen und gut abtropfen, zur Spargelpfanne geben. Schmand unterziehen. Mit Pfeffer und Piment d’Espelette abschmecken.
  • 4 Anrichten und mit Löwenzahnblüte – gerne auch ausgezupft – garnieren.

Labkraut, genauer das Wiesen-Labkraut (Galium mollugo) wächst derzeit in Hülle und Fülle auf Wiesen, an Wegrändern, auf Böschungen und vielerorts sogar im Garten, wie bei mir. Die Pflanzen, deren Triebe anfangs an kleine Tannenbäumchen erinnern, kommen niemals alleine vor, sondern stehen immer in großen Gruppen. Das erleichtert die Ernte, man kann die Spitzen einfach mit einer Schere abschneiden und mit den Fingern von den Polstern abklauben. Natürlich darf man auch Spitze für Spitze abzwicken. Zum Essen würde sich das Kraut eigentlich im Ganzen eignen, nur die drahtigen, sehr langfaserigen Stängel verderben das Vergnügen. Und wenn nur Spitzen geerntet werden, erholt sich das Labkraut rasch, treibt neu durch und sieht schon wenige Tage wieder aus wie vorher.

Wer sich daran satt essen möchte, rechnet „pro Mund ein Pfund“, also pro Person 500 g. Mit Salzkartoffeln oder Reis als Beilage wird man sehr gut satt, dann reicht die angegebene Menge schon für 4 Personen. Für Fleischtiger gibt es zusätzlich Schinken, Schweinemedaillons, Steaks, für Fischliebhaber geräucherten Lachs oder Forelle, aber gerne auch gedünsteten Seefisch.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.