Flammkuchen mit Japanischem Knöterich

Flammkuchen mit japanischem Knöterich: eine ungewöhnliche, aber sinnvolle Kombination

Flammkuchen gilt als klassisches Gericht aus dem Elsass: dünner Teig, ein cremiger Belag und einfache Zutaten wie Zwiebeln und Speck. Gerade weil die Basis so schlicht ist, eignet sich Flammkuchen gut für Variationen. Eine eher ungewöhnliche Zutat dabei ist Japanischer Knöterich.

Was ist japanischer Knöterich überhaupt?

Japanischer Knöterich ist eine invasive Pflanze, die sich in Europa stark ausbreitet und oft bekämpft wird.

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Japanischer Knöterich

Weniger bekannt ist, dass die jungen Triebe essbar sind. Sie sollten im Frühjahr geerntet werden, solange sie noch zart und weich sind.

Japanischer-Knöterich-Frühling
Japanischer Knöterich – Triebe

Geschmacklich erinnern sie leicht an Rhabarber: frisch, leicht säuerlich und etwas fruchtig. Mit zunehmendem Alter werden die Stängel jedoch hart und faserig, weshalb sie dann nicht mehr geeignet sind.

Warum passt das auf Flammkuchen?

Ein klassischer Flammkuchen ist relativ reichhaltig durch den cremigen Belag. Hier kann die Säure des Knöterichs einen guten Ausgleich schaffen.

Japanischer-Knoeterich-Triebspitzen
Japanischer Knöterich – Triebspitzen

Außerdem hat der Knöterich eine angenehme, leicht knackige Struktur, die gut mit dem knusprigen Teig harmoniert. Dadurch entsteht ein ausgewogener Kontrast zwischen cremig, knusprig und frisch.

Kulinarischer und praktischer Aspekt

Die Verwendung von Japanischem Knöterich ist nicht nur geschmacklich interessant, sondern auch aus praktischer Sicht sinnvoll. Da es sich um eine invasive Art handelt, kann das Ernten der jungen Triebe ein kleiner Beitrag zur Eindämmung sein – auch wenn das allein natürlich keine Lösung für das Problem ist.

Japanischer-Knoeterich-Stiele
Stiele vom Japanischen Knöterich

Wichtig ist dabei, nur an geeigneten Orten zu sammeln (fern von Straßen oder belasteten Flächen) und sicherzustellen, dass man »saubere« Pflanzen erntet.

Wer gerne mit regional verfügbaren Wildpflanzen experimentiert, findet hier eine interessante Möglichkeit, etwas Neues auszuprobieren – ohne das Grundkonzept des Gerichts zu verändern.

Hinweis: Dieser Flammkuchen ist die süße Variante, wird also mit Zucker gemacht. Ich denke aber, sie schmeckt auch herzhaft, also mit etwas Salz in Teig und Frischkäsefüllung – statt Zucker.

Japanischer Knöterich ist also eine sehr vielseitige Zutat, er schmeckt in süßen Gerichten genauso gut wie in herzhaften.

Knöterich-Rezepte

Flammkuchen mit Japanischem Knöterich

Menge

1

Trteform
Zubereitungszeit

30

Minuten
Ruhezeit

30 M

Zutaten

  • Teig
  • 120 g Mehl

  • 55 ml warmes Wasser

  • 1 TL Zucker

  • 1 EL Rapsöl

  • Füllung
  • 300 g Japanischer Knöterich (jung – bis 30 cm hoch)

  • Guss
  • 2 Eier

  • 100 g Rohrzucker

  • 1 P. Vanillezucker

  • 200 g Frischkäse

  • 100 ml süße Sahne

  • 6 Walnusskerne

Zubereitung

  • Zutaten für den Teig miteinander verkneten, zu einer Kugel formen, 30 Minuten ruhen lassen.
  • Teig auf bemehlter Unterlage kreisrund ausrollen und eine gefettete Tarteform damit auslegen. Ränder gut hochziehen.
  • Knöterich putzen, die Blätter entfernen und von den Stielen die Haut abziehen (wie bei Rhabarber). In Stücke schneiden und auf dem Teig verteilen.
  • Restliche Zutaten – bis auf die Walnüsse – miteinander verrühren und über den Knöterich gießen.
  • Walnusskerne hacken und auf den Guss streuen.
  • Tarte im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen 10 Minuten backen, dann die Hitze auf 180 Grad runterschalten, weitere 20 Minuten backen. Aufpassen, dass die Tarte nicht zu dunkel wird, sonst mit Alufolie abdecken.
  • Hinweis: Der Flammkuchenteig ist schön knusprig und bissfest. Wer es weicher mag, sollte Mürbeteig stattdessen verwenden.
Japanischer-Knoeterich-Fruehling

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