Es ist wieder diese besondere Zeit im Jahr: Das Frühjahr 2026 ist da, die Sonne wird wärmer, die ersten Blumen blühen – und die zarten Ackerschachtelhalmsprossen schieben sich aus der Erde. Für alle, die gerne neue Wildpflanzen ausprobieren, ist das die perfekte Gelegenheit. Wer sich jetzt aufmacht, kann die frischen, jungen Triebe direkt in der Natur ernten und in der Küche verarbeiten.

Ich erinnere mich noch gut, wie ich das erste Mal auf diese kleinen Stängel gestoßen bin. Ich entdeckte sie bei uns im Garten. Nanu, was ist das denn?, dachte ich, fotografierte sie und schaute im Internet nach. Wenige Minuten später wusste ich: Die hellbraunen Sprossen, die vom Aussehen her an Morcheln erinnern, kann man essen.
Und tatsächlich: Die Sprossen vom Ackerschachtelhalm schmecken leicht würzig, pilzig und ein kleines bisschen bitter. Gleichzeitig steckt in ihnen eine ganze Portion Gesundheit: Silizium für Haut, Haare und Nägel, Kalium, Kalzium und wertvolle Antioxidantien. Ein echtes kleines Superfood.
Bevor die Sprossen in die Pfanne oder den Salat wandern, gibt es einen wichtigen Schritt: Die Hüllblättchen am Stängel müssen unbedingt entfernt werden. Sie sind holzig und zäh – absolut ungenießbar. Also mit den Fingern (am besten mithilfe eines Küchenmessers) abziehen und nur die zarten, hellbeigen Triebe weiterverarbeiten.

In der Küche sind Ackerschachtelhalmsprossen erstaunlich vielseitig. Ein kleiner Trick: Die Sprossen eine halbe Stunde in Wasser legen – so verlieren sie ihre leichte Bitterkeit und bleiben trotzdem knackig. Danach lassen sie sich wunderbar in Suppen, Eintöpfen oder Pfannengerichten kombinieren.
Wer es lieber roh mag, verwendet sie einfach als Zutat in einem Frühlingssalat oder püriert sie zusammen mit grünem Blattgemüse zu einem Power-Smoothie. Kombiniert mit frischen Wildkräutern wie Wiesenkerbel und Giersch, bekommt man so im Handumdrehen ein Getränk, das lecker schmeckt und gesund ist.

Momentan sprießen die pilzähnlichen Sprossen wieder reichlich bei uns im Garten.


Ich nutze die Zeit, denn die kleinen Gewächse verändern sich schnell. Erst werden sie grün und spitz, danach verwandeln sie sich zu Ministräuchen. Nun kann man sie nicht mehr essen.


Man kann Schachtelhalm aber anderweitig verwenden – mehr dazu erfährt man bei »Kostbare Natur«.

Gemüse mit Ackerschachtelhalmsprossen


