Gebrannte Eicheln

Die Alternative zu gebrannten Mandeln: gebrannte Eicheln


Dieses Rezept habe ich im November 2020 kreiert, denn da gab es – wie dieses Jahr – Eicheln in Hülle und Fülle.
Man macht also einen Waldspaziergang, sammelt Eicheln, entbittert sie und wälzt sie dann in geschmolzenem Zucker mit Orangenaroma. Ergebnis: ein köstlich-knuspriges Naschwerk!

Gebrannte Eicheln

Schwierigkeit: mittel
Zubereitungszeit

30

Minuten

Zubereitungszeit ohne Entbittern

Zutaten

  • 250 g entbitterte Eicheln

  • 180 g Rohrzucker

  • 1 P. Vanillezucker

  • 90 ml Wasser

  • Zimt

  • 25 ml Orangenlikör

Zubereitung

  • Zucker, Wasser und Gewürze in einer Pfanne so lange erhitzen, bis der Zucker sich aufgelöst hat.
  • Eicheln hinzufügen und gut mit der Flüssigkeit verrühren. Weiter rühren, bis die Feuchtigkeit verdunstet ist und die Zuckermasse bröselig wird.
  • Orangenlikör hinzufügen und emsig weiter rühren, bis die Zuckermasse erneut schmilzt und zu karamellisieren beginnt.
  • Fleißig weiter rühren, damit der Karamell die Eicheln einhüllt.
  • Rühren, rühren, rühren!
  • Aufpassen, dass der Karamell nicht zu braun wird. Dazu zwischendurch einfach die Pfanne ein bisschen anheben.
  • Rühren, rühren, rühren!
  • Nach ungefähr 25 bis 30 Minuten sind die gebrannten Eicheln fertig.
  • Eicheln auf ein Backtrennpapier schütten, aneinander klebende Eicheln mit einem Kochlöffel trennen, abkühlen lassen.
  • In einem verschlossenen Glas aufbewahrt, halten die gebrannten Eicheln mehrere Wochen. Frisch schmecken sie allerdings am besten.

Wie man Eicheln genussfertig macht, ist hier beschrieben.

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Gebrannte Eicheln – ein ungewöhnlicher Herbstsnack mit karamellisierter Kruste

Wer an gebrannte Leckereien denkt, hat meist sofort den Duft von Weihnachtsmärkten und frisch zubereiteten gebrannten Mandeln in der Nase. Doch auch Eicheln lassen sich – nach sorgfältiger Vorbereitung – in eine süße Knabberei verwandeln. Mit einer knusprigen Hülle aus geschmolzenem Zucker erhalten sie eine karamellisierte Kruste und entwickeln ein überraschend nussiges Aroma.

Die Grundlage: essbare Eicheln

Da rohe Eicheln viele Gerbstoffe enthalten und stark bitter schmecken, müssen sie vor der Verwendung geschält und entbittert werden. Erst nach diesem Schritt eignen sie sich zum Rösten oder Karamellisieren.

So entstehen gebrannte Eicheln

Ähnlich wie bei gebrannten Mandeln werden die vorbereiteten Eicheln zusammen mit Zucker und etwas Wasser erhitzt. Während das Wasser verdampft, kristallisiert der Zucker zunächst aus und schmilzt anschließend erneut zu einer glänzenden Karamellschicht. Durch ständiges Rühren überzieht sich jede Eichel mit einer süßen, knusprigen Kruste.

Das Ergebnis ist ein Snack mit spannender Kombination aus karamellisierter Süße und dem mild-nussigen Eigengeschmack der Eicheln.

Geschmack und Textur

Gebrannte Eicheln unterscheiden sich deutlich von gebrannten Mandeln, besitzen aber ihren ganz eigenen Reiz. Die äußere Zuckerschicht sorgt für Knusprigkeit und Süße, während das Innere je nach Eichelart eine leicht mehlige bis feste Konsistenz mit dezenten Röstaromen bietet. Manche vergleichen den Geschmack mit einer Mischung aus Kastanien und milden Nüssen.

Servierideen

Die karamellisierten Eicheln eignen sich hervorragend:

  • als außergewöhnlicher Snack für Herbst- und Winterabende,
  • als dekoratives Topping für Desserts oder Eis,
  • als Geschenk aus der eigenen Küche,
  • oder als Gesprächsstoff auf saisonalen Buffets.

Ein Hinweis zur Zubereitung

Für gebrannte Eicheln sollten ausschließlich sorgfältig entbitterte und durchgegarte Eicheln verwendet werden. Das Karamellisieren ersetzt diesen notwendigen Vorbereitungsschritt nicht. Nur so entsteht ein Genuss, bei dem die süße Zuckerkruste und das natürliche Aroma der Eicheln optimal zur Geltung kommen.

Fazit

Gebrannte Eicheln sind eine kreative Neuinterpretation eines alten Wildlebensmittels. Mit ihrer knusprigen Hülle aus geschmolzenem Zucker erinnern sie optisch und in der Zubereitung an gebrannte Mandeln, bieten geschmacklich jedoch ein eigenständiges Erlebnis und zeigen, wie vielseitig heimische Waldfrüchte eingesetzt werden können.


PS: Es ist schön, wenn meine Rezepte andere Wildpflanzenliebhaber inspirieren. Wenn allerdings jemand mein Rezept im Internet veröffentlicht, sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass ich als Rezepte-Erfinderin erwähnt werde. Denn ich war die Erste, die gebrannte Eicheln gemacht hat. Zumindest ist mir niemand bekannt, der vor mir auf die Idee gekommen ist …

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2 Kommentare

  1. Vielen lieben Dank für das wunderbare Rezept . Liebend gern erwähne ich deinen Namen als Erfinderin.
    Ich hab eine ganz liebe Freundin die eine Nussallergie hat. Leider isst sie für ihr Leben gern gebrannte Mandeln. Vieleicht ist dies eine wunderbare Alternative?
    Vielen Dank für’s Teilen.

  2. Ja, gebrannte Eicheln sind eine wunderbare Alternative zu gebrannten Mandeln. Sofern sie nicht ähnliche Inhaltsstoffe enthalten wie Mandeln. Ob das so ist, weiß ich leider nicht, lässt sich aber bestimmt schnell googeln.

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