Ausgebackene Huflattichblüten – ein fast vergessener Frühlingsgenuss
Wenn der Winter langsam weicht und die ersten warmen Sonnenstrahlen den Boden erreichen, erscheinen sie plötzlich am Wegesrand: die leuchtend gelben Blüten des Huflattich.

Noch bevor sich seine charakteristischen Blätter zeigen, strecken sich die kleinen Blütenköpfe dem Licht entgegen. Für viele Menschen sind sie ein unscheinbares Wildkraut – für andere jedoch ein kulinarischer Frühlingsgruß aus der Natur.

In der traditionellen Wildkräuterküche haben Huflattichblüten einen festen Platz. Besonders beliebt sind sie in ausgebackener Form. Dabei wird die zarte Blüte in einen Teig gehüllt und kurz in heißem Fett gebacken, bis sie außen knusprig und innen überraschend aromatisch ist. Das Ergebnis ist ein kleiner, goldgelber Snack, der optisch ebenso begeistert wie geschmacklich.

Der Geschmack der Huflattichblüte ist mild, leicht honigartig und erinnert ein wenig an Frühling auf der Zunge. Beim Ausbacken entfalten sich diese feinen Noten besonders gut. Die Blüten behalten ihre Form, während der knusprige Mantel ihnen eine angenehme Textur verleiht. Serviert werden sie oft noch warm – pur, leicht gesalzen oder auch mit einer süßen Note.
In früheren Zeiten war es ganz selbstverständlich, solche saisonalen Wildpflanzen zu nutzen. Heute erlebt dieses Wissen eine kleine Renaissance. Immer mehr Menschen interessieren sich wieder für essbare Pflanzen aus der Natur und entdecken alte Zubereitungsarten neu. Die ausgebackene Huflattichblüte steht dabei exemplarisch für eine Küche, die einfach, saisonal und naturverbunden ist.
Manchmal genügt eben eine Handvoll gelber Blüten, um die Natur auf den Teller zu bringen: Huflattichblüten in Tempurateig mit einem schaumigem Dip mit Waldschaumkraut. Ein knusprig-leckerer Snack zwischendurch.
Huflattichblüten in Tempurateig mit Waldschaumkrautdip
2
Portionen30
MinutenZutaten
1 Handvoll Huflattichblüten
50 g Mehl
50 g Speisestärke
½ TL Salz
1 TL Backpulver
1 EL Rapsöl
200 ml eiskaltes Wasser
- Dip
100 g süße Sahne
100 g Frischkäse
Salz/Pfeffer
1 Handvoll Waldschaumkraut
750 ml Rapsöl zum Ausbacken
Zubereitung
- Mehl, Salz und Backpulver mit Schneebesen glatt rühren.
- Öl und Wasser hinzugeben.
- Eine halbe Stunde ruhen lassen.
- Rapsöl erhitzen, Huflattichblüten in den Teig tunken, abtropfen lassen und in heißem Rapsöl hellbraun frittieren.
- Für den Dip die Sahne schlagen, mit dem Frischkäse verrühren, klein geschnittenes Schaumkraut unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.



Informationen zum Huflattich gibt es hier.



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