Glückliche Hühner am Ammersee

Glückliche Hühner am Ammersee

Meine Kindheit und Jugend habe ich in einem kleinen Dorf verbracht. Im letzten Haus – dahinter nur Obstbäume, Wiesen, Felder und Weinberge. Und natürlich waren die Hühner der Bauern nur nachts im Stall und durften tagsüber machen, was die Natur eines Huhnes ist. Sie liefen herum, scharrten in Sand und Erde, pickten nach Würmern – danach legten sie mit Zeit und Muße Eier.

Heutzutage fristen die meisten Hühner ihr Leben in Legebatterien, auf engstem Raum. Einziges Aufgabe: viele Eier legen. Nach einem Jahr werden sie geschlachtet. Gras, Sand, Erde und frische Luft kennen sie während ihres kurzen Lebens nicht. So etwas ist nichts anderes als Tierquälerei, und ich frage mich, wo die Betreiber dieser Tierquäler-Anlagen, die dieses Elend täglich sehen, ihr Herz haben. Eingemauert, zubetoniert oder ganz abgestorben …

Vor einiger Zeit habe ich einen Film gesehen über ein Huhn, das eigentlich geschlachtet werden sollte, aber das Glück hatte, in einer Art Gnadenhof weiterleben zu dürfen. Als dieses Huhn das erste Mal in seinem Leben eine Wiese betrat, wusste es gar nicht, wie ihm geschah. Ratlos stand es erst eine Weile da, schaute sich um und hatte keine Idee, was es tun sollte. Nach einer Weile allerdings begann es zu scharren und zu picken und man konnte richtig sehen, wie das Huhn sich freute, endlich tun zu können, wofür die Natur es vorgesehen hat.

Filme über Legebatterien schaue ich mir schon lange nicht mehr an, weil ich den Anblick der zerrupften und oft fast federlosen Tiere nicht aushalte.

Aber es geht auch anders. Ganz in der Nähe, auf einer Wiese zwischen Schondorf und Utting, gibt es glückliche Hühner. Wohlgenährt und mit tadellosem Federkleid führen sie ein huhngerechtes Leben in Freiheit – auf einem großen Areal, wo sie rumtippeln, scharren, picken und sich von der Sonne bescheinen lassen. Das “Hühnermobil” der Familie Ernst ist ein Vorbild für Tierhalter jeglicher Couleur und zeigt, dass es Menschen gibt, für die das Wort Ethik kein Fremdwort, sondern Verpflichtung ist.

Das Hühnermobil gibt es seit zwei Jahren und ich freue mich jedes Mal, wenn ich daran vorbei fahre. Weil mir das Herz aufgeht, wenn ich glückliche Hühner sehe. So weit es es schon gekommen – dass man sich freut, Tiere zu sehen, die ein Leben führen, das ihnen zusteht. Eine Schande für die Menschheit …

Über glückliche Hühner am Ammersee habe ich vor zwei Jahren schon geschrieben.

Wissenswertes über Hühner erfährt man in diesem Artikel.

Und hier noch ein Video.

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