Waldmeistermousse mit Fichtenspitzensirup

Waldmeistermousse mit Fichtenspitzensirup – eine Nachspeise mit einzigartigem Geschmack

Waldmeister wird gern in Getränken verwendet, mit seinem feinen und unverwechselbaren Aroma schmeckt er aber auch gut in einer cremigen Mousse.

Waldmeister gehört zu den klassischen Frühlingsaromen in Mitteleuropa und wird vor allem in Süßspeisen und Getränken verwendet.

Waldmeister
Waldmeister am Waldrand

Sein charakteristischer Geschmack entsteht durch Cumarin, das sich erst beim leichten Anwelken der Pflanze vollständig entwickelt. In moderater Dosierung wirkt Waldmeister mild, frisch und leicht kräuterig.

waldmeister
Waldmeister nach der Ernte anwelken lassen

In Form einer Mousse eignet sich das Aroma besonders gut, da die luftige Konsistenz die feinen Geschmacksnoten trägt, ohne sie zu überdecken. Die Zubereitungsart unterstützt eine gleichmäßige Verteilung des Aromas und sorgt für ein zurückhaltendes, ausgewogenes Gesamtbild.

Fichtenspitzensirup ergänzt Waldmeister sinnvoll, da er eine deutlich andere Aromatik einbringt. Die jungen Triebe der Fichte enthalten ätherische Öle, die dem Sirup eine harzige, leicht zitrische und waldtypische Note verleihen. Dadurch entsteht ein Kontrast zur eher weichen und subtilen Süße der Mousse.

Fichtenspitzen
Fichtenspitzen

Waldmeister und Fichtenspitzen sind im Frühjahr verfügbar und stehen für eine Küche, die natürliche Aromen bevorzugt.

waldmeister
Waldmeister vor der Blüte

Insgesamt ergibt sich ein Dessert, das durch die Gegenüberstellung unterschiedlicher Geschmacksprofile geprägt ist: mild und cremig auf der einen Seite, aromatisch und zitronig-herb auf der anderen.

Waldmeisterstraeusschen
Waldmeister leicht welken lassen
Waldmeistermousse mit Fichtenspitzensirup

Waldmeistermousse mit Fichtenspitzensirup

Portionen

4

Portionen
Zubereitungszeit

30

Minuten
Kochzeit

40

Minuten

Zutaten

  • Mousse
  • 250 ml trockener Weißwein

  • ungefähr 25 Stängel Waldmeister (noch nicht erblüht)

  • 40 g Birkenzucker

  • 100 ml Joghurt

  • 250 ml süße Sahne

  • 1 Ei

  • 2 EL Agavendicksaft

  • 6 Blätter Gelatine

  • Sirup
  • 100 g Rohrzucker

  • 25 ml Orangensaft

  • 25 ml Zitronensaft

  • 50 ml trockener Weißwein

  • 15 ml Orangenlikör

  • 1 Handvoll Fichtenspitzen (Maiwipferl)

Zubereitung

  • Waldmeister mit einer Schnur zusammenbinden und einen Tag lang welken lassen (erst dann entwickelt er sein typisches Aroma).
  • Weißwein erhitzen, Waldmeister kopfüber hineinstecken (Stängel sollen außerhalb bleiben) und einmal aufkochen lassen.
  • Vom Herd nehmen, abdecken und 24 Stunden ziehen lassen.
  • Waldmeister aus dem Wein nehmen, den Wein mit Birkenzucker erhitzen.
  • Gelatine in kaltem Wasser auflösen, ausdrücken und im noch heißen Waldmeisterwein auflösen, ungefähr 5 Minuten abkühlen lassen.
  • Sahne steif schlagen.
  • Ei mit Agavendicksaft schaumig schlagen, zusammen mit dem Joghurt und dem Wein unter die Schlagsahne rühren.
  • Kosten, ob die Mousse süß genug ist. Wenn nicht, nachsüßen. (Ist Geschmackssache, ich mag es grundsätzlich nicht so süß.)
  • Mousse in Gläser füllen und einige Stunden kalt stellen.
  • Für den Sirup den Rohrzucker schmelzen, mit Orangensaft und Zitronensaft ablöschen.
  • Wein hinzufügen und die Zuckermasse auf die Hälfte einköcheln. Orangenlikör hinzufügen.
  • Sirup etwas abkühlen lassen, dann die kleingeschnittenen Fichtenspitzen unterrühren und den Sirup auf die Mousse träufeln.
Rohrzuckersirup
Rohrzuckersiup

Und obendrauf frische Fichtenspitzen – in einem sirupartigen Krokant. Eine Nachspeise mit Waldaroma vom Allerfeinsten!

Hinweis: Das Schöne an diesem Rezept ist, dass sich ein Teil des Waldmeisterweines in den Gläsern absetzt. So entstehen zwei Schichten: oben Mousse, unten Gelee.

In gekauften Waldmeisterprodukten steckt übrigens alles mögliche drin, nur kein natürlicher Waldmeister. Das Aroma wird chemisch erzeugt!

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