Wilde-Möhre-Blüten in Tempurateig – sommerliche Fundsache, die auf den Teller darf
Jedes Jahr freue ich mich darauf, wenn die Wilde Möhre ihre weißen Blütendolden öffnet. Man entdeckt sie fast überall – an Wegrändern, auf sonnigen Wiesen oder an Feldrainen. Viele laufen einfach an ihr vorbei, dabei steckt in dieser heimischen Wildpflanze viel mehr, als man auf den ersten Blick vermutet.

Beim Sammeln nehme ich nur die frischen, gerade geöffneten Blüten. Sie sehen nicht nur wunderschön aus, sondern haben auch ein angenehm mildes, leicht würziges Aroma mit einer feinen Möhrennote. Genau das macht sie für mich so interessant.

Besonders gern genieße ich die Blütendolden in einem leichten Tempurateig ausgebacken. Dabei bleiben sie erstaunlich filigran und werden wunderbar knusprig. Zusammen mit einem frischen Joghurt-Dip entsteht daraus eine einfache, aber besondere Kleinigkeit, die bei Gästen fast immer für überraschte Blicke sorgt. Die meisten können kaum glauben, dass diese hübschen Blüten von einer Pflanze stammen, die sie beim Spaziergang schon unzählige Male gesehen haben.

Für mich gehört das Sammeln genauso dazu wie das Essen. Es entschleunigt, den Blick über die Wiese schweifen zu lassen und nach den schönsten Dolden Ausschau zu halten. Gleichzeitig wird einem bewusst, wie viele Schmetterlinge, Wildbienen und andere Insekten sich an den Blüten tummeln. Deshalb sammle ich immer mit Bedacht und lasse genügend Pflanzen stehen, damit die Natur ihren Anteil behält.

Ein ganz Hinweis ist mir dabei besonders wichtig: Die Wilde Möhre hat einige giftige Doppelgänger aus der Familie der Doldenblütler. Deshalb sollte sie nur gesammelt werden, wenn sie eindeutig bestimmt werden kann. Der fein behaarte Stängel, der typische Möhrengeruch und weitere sichere Bestimmungsmerkmale helfen dabei – im Zweifel gilt jedoch immer: lieber stehenlassen.
Die Wilde Möhre zeigt wunderbar, wie viel Genuss direkt vor unserer Haustür wächst. Man braucht keine exotischen Zutaten, sondern nur einen aufmerksamen Blick beim nächsten Spaziergang. Für mich gehören ihre Blüten jedenfalls zu den schönsten und leckersten Entdeckungen des Sommers.
Wilde-Möhre-Blüten in Tempurateig
15
Minuten30
MinutenZutaten
10–12 Blüten der Wilden Möhre
50 g Mehl
50 g Speisestärke
½ TL Salz
1 TL Backpulver
1 EL Rapsöl
200 ml eiskaltes Wasser
750 ml Rapsöl zum Ausbacken
Zubereitung
- Mehl, Salz und Backpulver mit Schneebesen glatt rühren.
- Öl und Wasser hinzugeben.
- Teig eine halbe Stunde ruhen lassen.
- Rapsöl erhitzen, Wilde-Möhren-Blüten in den Teig tunken, abtropfen lassen und in heißem Rapsöl hellbraun frittieren.
Hinweis
Dazu schmeckt ein Joghurtdip.

Informationen über die Wilde Möhre gibt es hier.

